Der Forscher berechnete, wie viele Passwörter nach tausend Versuchen entdeckt wurden: Italienisch liegt auf Platz zwei der am leichtesten zu kompromittierenden Sprachen, mit ganzen 7,2% entschlüsselter Passwörter, nur Indonesisch liegt davor.

“Unglaublich”, wird mancher denken, “Italien einmal an der Spitze einer Rangliste!”. Abgesehen von diesem wenig beneidenswerten Rekord muss man jedoch nachdenken: Das Passwort ist oft die einzige Barriere zum Schutz unserer digitalen Identität, und zu oft verzichten wir im Namen der Bequemlichkeit (“ich benutze immer dasselbe kleine Wort, sonst vergesse ich es”) auf Sicherheit.

Ein aktueller Artikel des Economist zeigte, dass sehr viele Menschen noch immer Passwörter verwenden, die sogar ein Kind knacken könnte, wie “123456” oder “password”.

Absicht der Forschung ist nicht so sehr, uns chinesische oder koreanische Schlüsselwörter verwenden zu lassen, offenbar die sichersten Sprachen, sondern die im Durchschnitt vorsichtigsten Nutzer zu identifizieren. Es könnte nämlich einige Gründe geben, die Italienisch etwas leichter entschlüsselbar machen als andere Sprachen: etwa die Tatsache, dass nur 21 Buchstaben verwendet werden und nicht 25, oder dass praktisch jedes italienische Wort mit einem Vokal endet und so die möglichen Varianten begrenzt. Diese Merkmale unserer Sprache sind jedoch keineswegs unüberwindbare Hindernisse für ein sicheres Passwort.

Wenn also “mamma” oder “pizza” statistisch etwas leichter zu erraten sind als “mother” oder “wurstel”, könnte man dem jeweiligen Angreifer leicht das Leben schwerer machen, ohne exotische Wörter verwenden zu müssen: durch Zahlen oder Satzzeichen in Kombination mit Groß- und Kleinschreibung. Probieren Sie ein schönes “ARC!P£L$G=” und Sie werden sehen, dass niemand Ihr Konto kompromittieren kann! (Beispiel: “arcipelago” in Großbuchstaben mit Zahlen statt Buchstaben).

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